Erschaffung: Meisterprogramm

Die nächste einzigartige Realität, für die wir uns entschieden haben, erschaffen wir, indem wir diese Realität voller Vertrauen auf die Macht All-dessen-was-ist in die vorderste/oberste Position heben. In individueller und kollektiver Hinsicht. Die anderen fallen ab.

Dieses Hervorheben aus dem Reich des Wahrscheinlichen in unsere Position geschieht sowohl emotional als auch bildhaft. Es umfasst unser ganzes Erleben, unsere ganze Einordnung in die Natur.

Dem Wahrscheinlichkeitsdenken entsprechend verbinden wir uns mit denjenigen Aspekten aller Beteiligten, die mit unserer Entscheidung einverstanden sind. Indem wir gerade die Realität hervorheben, in der sich alle in unserem Sinn entschieden haben, statt einer, in der sie anders wählten, erschaffen wir eine neue Hierarchie der Wahrscheinlichkeiten mit der beabsichtigten an der Spitze.

Dennoch sind wir darauf angewiesen, dass die zustimmenden Aspekte nicht zu weit entfernt sind, also darauf, dass sie den Anderen naheliegen. Insofern können wir nicht alles Beliebige erschaffen. Das Ergebnis realisiert sich am besten so schnell, dass es in Harmonie mit allen eingehenden Bedürfnissen bleibt, das heißt mit der Gesamtheit der Wahrscheinlichkeiten. Langsamer ist überflüssig, schneller führt zu Verzerrungen und Konflikten.

Da wir den Rahmen, in dem wir jetzt entscheiden, aus unserem tiefen Eingebundensein in All-das-was-ist, aus der i-struk­tu­rier­ten Verwicklung mit allen anderen Individuen gewählt haben (Unterbewusstsein), folgen wir durchaus einem kollektiven Strom. Wir lenken die Potential­verwirklichung (vereinfachend "Energiefluss" genannt) im Sinn unserer Absicht, doch das Ziel manifestiert sich aus dem Ganzen. Deshalb seien Sie dankbar all denen, die Ihnen auf Ihrem Weg helfen.

Haben wir den Vorgang verstanden, können wir ihn als solchen imaginieren und mit einer subtilen Intensität unterlegen.

Diese "ziehende" Intensität unserer Absicht, Vorfreude und Sicherheit zu spüren ist ein bedeutender Aspekt des Energieflusses. Das Ziel sollte uns wichtig sein - solange wir seine Wichtigkeit nicht übertreiben. Wenn wir das nämlich tun, verlieren wir die Konzentration ans Diffuse oder gar an die Angst zu versagen. Und das brächte alles durcheinander.

Wenn wir mit uns im Reinen sind, wird es uns auch kaum aus der Bahn werfen, falls wir unser Ziel nicht erreichen. Wir haben eine mäßig gespannte Ruhe in uns selbst gefunden und würden mehr staunen als verzweifeln, wenn es schiefgeht. So ist das Anfängern empfohlene, vorübergehende Vergessen des Zieles eigentlich unnötig.

Natürlich funktioniert alles besser, wenn wir schon glücklich sind. Es ist noch mehr ein Spiel, und wir können dem Leben einfach erlauben, uns das Gewünschte zu liefern. Doch was wäre das für eine Welt, wenn es nicht auch aus dem Elend heraus ginge?

Zwar fällt es dann schwer, sauber zu fokussieren, aber Reinheit ist nur die ideale Voraussetzung, nicht die Bedingung. Bereits mit überwiegender Zuversicht werden Sie spürbare Erfolge erzielen. Es dauert allerdings etwas länger, und ob gleich die Ergebnisse kommen, die Sie wirklich wollen, steht auf einem anderen Blatt. Damit schließt sich der Kreis wieder zu unserem Königsweg und vitalen Imperativ: Suche dich selbst!

Böse Zungen könnten nun behaupten, es laufe alles auf Psychotherapie hinaus. Ja, liebe Leser, darüber sollten Sie wirklich einmal nachdenken…