Erschaffung: Kombiprogramm

Bestimmt ist Ihnen in Ihrem Leben schon aufgefallen, dass das Erwünschte oft genau dann eintritt, wenn Sie gerade aufgegeben haben, danach zu streben. Dies scheint der Lehre vom bewussten Erschaffen zu widersprechen. Doch in Wirklichkeit ist es ein Teil von ihr.

Sobald wir einen Wunsch loslassen, übergeben wir ihn an das verborgene, umfassendere "Bezugssystem 2", aus dem sich das Offensichtliche entfaltet. Damit bekräftigen wir, dass unser Tun nicht (mehr) hauptverantwortlich ist, für das was nun kommt, sondern "die Welt". Und so öffnen wir uns für Geschenke in Reaktion auf unseren bloßen Wunsch.

Dieses Übergeben ist eine Seite des Beabsichtigens und bildet eine Einheit mit der anziehenden Seite. Seth/Jane Roberts beschreibt in Band 1 von Träume, 'Evolution' und Werterfüllung deren Kombination:

"Ihr wünscht euch etwas; ihr befasst euch eine Zeit lang damit; ihr malt euch aus, wie es in die vorderste Reihe der Wahrscheinlichkeiten gelangt, sich eurer Lebenssituation nähert; dann lasst ihr es wie einen Kieselstein ins Bezugssystem 2 fallen; ihr vergesst es für zwei Wochen so gründlich wie möglich. Das Ganze wiederholt ihr in rhythmischer Abfolge."

Um loslassen und vergessen zu können, dürfen wir natürlich nicht an dem Begehrten haften. Wir müssen uns auch ohne wohlfühlen: Es nicht zu bekommen, ist kein Verlust. Es zu bekommen, ist ein Geschenk. Loslassen heißt letztlich, sich auf die eigene Freiheit, Unabhängigkeit und das eigene Wesen zurückzuziehen.

Haben wir diesen Punkt der Klarheit erreicht, ist konsequenterweise das, was wir nicht anziehen, auch nicht das Richtige für uns - und wir werden es nicht vermissen.