Der Absicht folgen

Was unterscheidet die Absicht von Wunsch und Ziel? Sie enthält beide und noch mehr.

Wenn der Wunsch unser Bedürfnis ausdrückt und das Ziel seine Erfüllung bedeutet, dann bezeichnet die Absicht den Weg dorthin. Der Wunsch steht am Anfang, das Ziel am Ende und dazwischen liegt die Aktion. Konzentrieren wir uns auf die Absicht, haben wir alles zugleich im Visier. Damit mündet die Absicht sofort in Aktion.

Diese kann einfach in einem mental-emotionalen Impuls bestehen, den wir abgeben: Wir können spüren, wie das genau in dem Moment geschieht, in dem wir etwas beabsichtigen. Daraufhin bekommen wir manchmal einen Impuls zurück: Den nächsten Schritt ins Auge fassen! Nun folgen wir mit einer auf ihn bezogenen Absicht. So kommen wir zu einer Handlungskette.

Die Kunst besteht jedoch darin, die übergreifende Absicht nicht von den nächsten Schritten absorbieren zu lassen, sondern im Hinterkopf zu behalten. Zwar mag sich diese Absicht auch ändern, aber nicht indem sie kleinteilig wird. Sie schwebt immer über dem restlichen Weg zum erfüllten Wunsch, zum visionär erreichten Ziel, und bleibt in ihrem innersten Ursprung verankert. Es ist die gefühlte Absicht zu haben.

Währenddessen handeln wir zwar mehr oder weniger in der physischen Welt, in der wir uns entschlossen haben zu leben. Doch es ist ein Handeln in mindestens zwei Welten: in einer unterschwelligen, spürbaren Welt des Potentiellen und in der körperlich realisierten. Mit unserer Absicht allein strukturieren wir schon die Wahrscheinlichkeiten um (Gewahrsein II), immer weiter.