Das reine Herz

Das Grundgebot der Realitätserschaffung "Folge deiner Absicht reinen Herzens!" besagt:
  1. Wir haben eine Absicht.
  2. Wir hegen sie und folgen ihr.
  3. Wir sind mit uns über beides im Reinen.
Besteht die Reinheit im Innern nicht, ist dies eines der beiden größten Hindernisse für unser Fortkommen. Das andere mögliche Hindernis ist die Freiheit jedes Individuums, welches von unserem Vorhaben betroffen ist. Man sieht leicht, dass beide eine einzige Bedingung ergeben: Harmonie von weit innen bis weit außen. 

Wie stellen wir diese Harmonie her? Das ist im Grunde das Thema dieses ganzen Buches.

Die schöpferische Veränderung unserer inneren und äußeren Realität geht idealerweise von einem tiefen inneren Impuls aus, wird von unserem uneingeschränkten Vertrauen in sein Potential bestärkt und trifft auf das Einverständnis aller anderen Beteiligten, die nun ebenfalls seine Umsetzung fördern. (Zum inneren und äußeren Einverständnis zähle ich auch die Harmonie mit einer physisch beständigen Realität, da sie von tieferen Aspekten aller Teilnehmer zur Basis erwählt wurde.)

Hakt es an irgendeiner Stelle der Umsetzungskette, verringert sich unsere Erfolgswahrscheinlichkeit. Unser freier Wille an sich ist allerdings kein Hindernis, geht es doch nicht um starren Gehorsam gegenüber einem inneren Diktat. Vielmehr ist er nützlich, um den inneren Impulsen den richtigen "Drall" zu geben, sie an eine vom bewussten Ego besser einschätzbare Umgebung anzupassen. Schließlich hatte unser Innerstes vom Ego auch viele der Informationen bekommen, auf die es seine Entscheidung gründete (für den Impuls). Das Ganze ist ein gegenseitiges Wechselspiel von Erfahrungen und Entscheidungen.

Nur wenn sich in diesem Spiel Konfliktparteien ballen, etwa gegensätzliche Glaubenskomplexe, wird der Energiefluss behindert und verzerrt. (Er ist nicht gleichbedeutend mit dem Impuls, sondern wird von ihm mit gesteuert.) Solche Konflikte aufzulösen ist daher die wichtigste und leider oft langwierige Aufgabe vor der Wunscherfüllung. Intellektuell können Sie mit der Glaubenssatzarbeit beginnen. Sie berührt sehr schnell auch die emotionalen Wurzeln und versucht automatisch, sie mit zu ziehen, umzutopfen oder auszudörren.

Wenn sie dafür zu tief liegen, müssen Sie sie direkt bearbeiten und die von ihnen hervorgerufenen traumartig-symbolischen Bilder und Szenen verstehen. Das ist nicht schwierig. Sie brauchen nur bewusster tagzuträumen (noch besser im Halbschlaf) und dabei immer wieder den Zusammenhang zwischen dem gerade erlebten Gefühl und den begleitenden Bildern zu beobachten. Nach kurzer Zeit achten Sie mehr auf die Gefühle als auf die Bilder. Nun können Sie sich fragen, woher diese Gefühle kommen. Aus früheren Erlebnissen? Aus dem, was man Ihnen eingeredet hat? Aus einem Glauben, dem Sie aus einem anderen Grund anhängen?

Sobald Ihnen klar ist, was wirklich gilt, was eine tiefere Basis hat als Ihr Glaube, fühlen Sie sich befreit. Lassen Sie das alte Paket los, ankern Sie in dem neuen Grund und genießen Sie die neue, alte Energie. Nach einigen Wiederholungen wird Ihre neue Basis fester und Sie können beginnen, wieder nach Ihren Zielen zu schauen. Sind es noch die gleichen? Ändern Sie die Richtung, wenn nötig, und spüren Sie, ob Sie jetzt auf dem richtigen Weg sind.

Wenn ja, werden Sie bald noch etwas bemerken: Andere sind leichter bereit, Ihnen zu folgen, als Sie vorher glaubten.