Bewusstsein als I-Struktur. Das Spiel der Unendlichkeiten

Bewusstsein als I-StrukturKann man Bewusstsein, Realität, Gewahrsein und freien Willen auf ein einziges Grundmuster zurückführen? Ohne etwas von ihnen aufzugeben? Kann das Universum sowohl real als auch individuell existieren, ohne sich aus beidem zusammenzusetzen? Dieser metaphysische Dialog begründet Bewusstsein und Entscheidungsfreiheit auf der Basis eines neuen Realitätskonzepts, das auch das Unendliche einbezieht, soweit wir es verstehen. 

Bereits die einfachste Unterscheidung beinhaltet Bewusstsein. Sie ist nicht statisch, sondern ein ständiger Perspektivenwechsel. Aus ihrer Ganzheit und Bewegung aber entsteht Wahlfreiheit, die mehr ist als umgedeutete Notwendigkeit und Unvorhersagbarkeit. Obwohl Entscheidungen letztlich das ganze Universum einbeziehen, sind sie in unterschiedlichem Maß auch hier und jetzt frei. Die Einheit und Offenheit des Unendlichen ermöglicht dem Individuum eine Kreativität, die mittelbar und unmittelbar in alle anderen Individuen eingeht, ohne sie zu behindern. Ein gegenteiliger Eindruck entsteht nur in einem verengten Gewahrsein. Aber sogar das bewussteste und freieste Gewahrsein kann weder alle Entscheidungen vorwegnehmen noch eine Individualität auslöschen. Deren Kreativität ist gesichert.